26.09.2018

Familienunternehmen und Inkubatoren – 12 Dinge, die es zu beachten gilt!

Im Zeitalter der digitalen Transformation sehnen sich Unternehmen nach mehr Kreativität, Attraktivität sowie Geschwindigkeit. Nicht zuletzt suchen sie hierfür vermehrt außerhalb des Mutterunternehmens nach Lösungsansätzen, in Form von Inkubatoren.

Ein Gastbeitrag von Pia Albers und Sylvie Jordan

Die Zusammenarbeit zwischen Familienunternehmen und Inkubatoren – eine bisher unberührte Thematik

In Zeiten der Digitalisierung stellen sich immer mehr Unternehmen und vor allem Familienunternehmen Fragen wie etwa:

  • Wie können wir digitaler werden?
  • Wie können wir junge Talente für uns gewinnen?
  • Wie können wir das Mindset unserer eigenen Mitarbeiter verändern?
  • Wie können wir unsere Prozesse beschleunigen?
  • Wie können wir unsere Starrheit überwinden und kreativer werden?

Für diese Fragen sehen einige deutsche Familienunternehmen einen Inkubator als das Lösungsmittel. Dieser Inkubator stellt einen geschützten Raum dar, in welchem interne als auch externe Mitarbeiter zum Mutterunternehmen, ihre Kreativität frei entfalten können und somit die Chance haben, Ideen in einer geschützten Umgebung gedeihen zu lassen. Ist dieser Inkubator jedoch erbaut, stellt sich die Frage:

Wie können wir als sehr traditionelles Unternehmen erfolgreich mit den kreativen Köpfen aus dem Inkubator zusammenarbeiten? Was müssen wir beachten?

Auf diese Frage gibt es keine stringente Antwort und somit keinen einheitlichen Fahrplan. Stattdessen sollte jedes deutsche Familienunternehmen die folgenden Punkte bei einer derartigen Zusammenarbeit in Betracht ziehen:

 Inkubatoren Standort:

Grundsätzlich sollte der Inkubator nah genug am Mutterunternehmen sein, damit ein regelmäßiger Austausch gewährleistet wird. Um jedoch einen zu großen Einfluss seitens des Mutterunternehmens zu verhindern, sollte der Inkubator sich nicht zu nah an dem Mutterunternehmen befinden.

Management Support:

Das Management jeglicher Ebenen muss dem Inkubator seine vollste Unterstützung zusagen. Ist beispielsweise das mittlere Management nicht überzeugt und zieht seine Mitarbeiter nicht mit, so können wichtige Ideen zur Weiterentwicklung im Inkubator verloren gehen.

 Kommunikation:  

Eine schnelle und direkte Kommunikation zwischen Familienunternehmen und Inkubator ist essentiell, um eine Einheit der beiden Parteien zu schaffen.

 Vertrauen:

Beiden Parteien (Familienunternehmen und Inkubator) sollten sich gegenseitig Vertrauen.  Nur so entsteht eine Basis, welche für den Inkubator und somit auch die Zusammenarbeit der beiden Parteien überlebensnotwendig ist.

 Interne PR:

Die Mitarbeiter der Mutterfirma müssen stets über den Inkubator informiert werden, damit Sie mit eigenen Ideen dem Inkubator nähren können. Außerdem wird somit die Akzeptanz des Inkubators gefördert.

 Arbeitsplatz Design:

Ein kreatives Umfeld fördert einen kreativen Lösungsansatz. Darum sollte man darauf achten nicht nur den Inkubator, sondern auch die einzelnen Abteilungen anregend zu gestalten, um stets die Kreativität aller Mitarbeiter zu fördern.

 Menschliche Paarung:

Da Menschen und keine Maschinen miteinader arbeiten, ist ein positives Klima im Team unabdinglich.

 Anreize:

Für die direkten Mitarbeiter des Familienunternehmens sowie die Verantwortlichen der Inkubatoren sind Anreize von hoher Bedeutung, um sie zu motivieren.  

 Verbindungsperson:

Eine Verbindungsperson ist in dem Sinne wichtig, als dass Sie Erfahrungen aus beiden Teams mitbringt. In Konfliktsituationen steht sie hilfreich zwischen beiden Parteien und legt schützend die Arme um die Teams.

 Denkweise:

Festgefahrene Denkweisen der Mitarbeiter, welche mit der Zeit entstehen können, neigen dazu die Kreativität des Inkubators negativ zu beeinträchtigen.

Nähe zum Kerngeschäft:

Je besser sich der Inkubator bzw. die Insassen mit dem Kerngeschäft des Mutterunternehmens auskennen, desto interessanter sind die Ergebnisse der Zusammenarbeit für das Mutterunternehmen.

 Commitment:

Durch ein hohes Commitment und einem starkmotivierten Team, werden die Ziele der Zusammenarbeit mit größerer Wahrscheinlichkeit erreicht.  

 

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass insbesondere eine Zusammenarbeit zwischen Familienunternehmen und Inkubatoren gute Voraussetzungen mit sich bringt. Viele, für Familienunternehmen spezifische Merkmale, haben einen positiven Einfluss auf die Zusammenarbeit zwischen dem Familienunternehmen und Inkubator wie beispielsweise die langfristige Denkweise. Nur wenige Merkmale wie beispielsweise das Bewahren des Familieneinflusses, stellen ein Hindernis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit dar und sollten mit Vorsicht bedacht werden.

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