02.10.2017

Digital Workplace – Der digitale Arbeitsplatz als kritischer Erfolgsfaktor

Digitales Business verlangt digitale Veränderungen bezüglich der Form der Zusammenarbeit, aber auch den Auf- und Ausbau eines modernen und zeitgemäßen Arbeitsplatzes. Unternehmen müssen einen strategischen Ansatz verfolgen, wie sie einen digitalen Arbeitsplatz entwerfen und organisieren können.

Als einer der erfolgskritischen Faktoren eines digitalen Unternehmens gilt die Anpassung des Arbeitsplatzes. Digitales Business verlangt digitale Veränderungen bezüglich der Form der Zusammenarbeit, aber auch den Auf- und Ausbau eines modernen und zeitgemäßen Arbeitsplatzes. Unternehmen müssen einen strategischen Ansatz verfolgen, wie sie einen digitalen Arbeitsplatz entwerfen und organisieren können. Dabei muss es gelingen einen Spagat zwischen der steigenden Anzahl und Heterogenität bei Geräten, Apps etc. und dem zunehmenden Aufwand für die Gewährleistung von Sicherheit, Usability etc. auszugleichen. Die Notwendigkeit einer Anpassung des Arbeitsplatzes ergibt sich durch die Globalisierung und dem War for Talents. Die Grenzen zwischen Privat- und Arbeitsleben verwischen, die Forderungen nach mehr Flexibilität und Autonomie nicht nur in Bezug auf Raum und Zeit, sondern auch auf den Inhalt der eigentlichen Arbeit, nehmen zu. Aufgrund der unzähligen verfügbaren Daten, müssen sich nicht nur IT und Software, sondern auch die Prozesse, die Organisation und Geschäftsmodelle verändern.
In diesem Zusammenhang soll dieser Blogeintrag zum einen verdeutlichen, warum es vor allem als Familienunternehmen wichtig ist, auf einen digitalen Arbeitsplatz umzustellen. Zum anderen möchte ich gerne auf die wichtigsten Bausteine eines digitalen Arbeitsplatzes aufmerksam machen und zur Diskussion anregen.

Flexibel, Always-on, digital und immer globaler. Die digitale Transformation ist aktuell die größte Herausforderung für Mittelständische Familienunternehmen. Es ist zunehmend zu beobachten, dass der Wille neue Technologien einzusetzen, um enger und effektiver zusammenzuarbeiten, da ist, jedoch fehlt es oft an einer klaren Strategie. Ziel muss es sein, in Zukunft unabhängig vom Aufenthaltsort und in Echtzeit zusammenzuarbeiten. Dabei soll es durchaus als normal gelten und gewollt sein, dass ein Mitarbeiter auch von Zuhause aus oder aus einem Café seine Arbeit erledigen kann. Flexibilität und Freiraum schafft Kreativität. Dies hat selbstverständlich sehr viel mit der Unternehmenskultur zu tun, Vertrauen und Selbstorganisation sind dabei die Basis. Des Weiteren besteht der aktuelle Arbeitsmarkt zunehmend aus einer Generation, für die es normal ist, über Social Media zu kommunizieren, ihre Wochenenderlebnisse per WhatsApp zu teilen oder ein mit Photoshop bearbeitetes Selfie auf Instagram zu posten 😉
Selfie hin oder her, aber es geht am Ende darum, den FIT zwischen den Bedürfnissen der Mitarbeiter und den vorhandenen Mitteln des Arbeitsgebers gerecht zu werden.

Anforderungen an einen digitalen Arbeitsplatz

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, möchten Mitarbeiter zunehmend flexibler in der Ausführung ihrer Arbeit sein. Zeit- und Ortsunabhängigkeit spielen dabei eine immer wichtigere Rolle. Die Arbeit im Home-Office ist ein Beispiel, wobei die IT eine sehr wichtige Rolle spielt. Der IT muss es gelingen, eine digitale Arbeitsplatzlösung zu implementieren, die es zulässt, alle notwendigen Anwendungen und Daten überall und zur jeder Zeit zur Verfügung zu stellen. Neben der Flexibilität zählt die Datensicherheit zu den wichtigsten Gründen für die Umstellung auf einen digitalen und mobilen Arbeitsplatz. Mitarbeiter sollen einfach, sicher und risikofrei von überall Daten jeglicher Form synchronisieren können.

Doch wie genau soll der Arbeitsplatz der Zukunft ausschauen?

Es reicht nicht aus, seine Mitarbeiter mit einem Mobile Device, sei es ein Tablet oder Smartphone, auszustatten. Analog zu einer hierarchiefreien und vernetzen Zusammenarbeit, losgelöst von einer Silodenkweise, gilt es auch den Arbeitsplatz entsprechend anzupassen. Arbeitsplätze sollten nicht nur spezifisch für den Mitarbeiter angelegt werden, sondern der Mitarbeiter sucht sich für seine spezifische Arbeit seinen Arbeitsplatz aus. Konkret bedeutet dies, dass ein Unternehmen auf der einen Seite Rückzugsmöglichkeiten, aber auch Platz und Raum für Kreativität anbieten muss. Coworking-Spaces, die freie Wahl des Arbeitsplatzes, Sandboxes, Social Collaboration Zones oder das Homeoffice sind nur einige Beispiele. Vor allem hinsichtlich der Motivation der Mitarbeiter muss ein Unternehmen diesen Wandel erkennen und verstehen, dass ein digitaler Arbeitsplatz eine zentrale Rolle in der täglichen Arbeit spielt. Wie zentral dieses Thema ist, zeigt folgende Aussage eines „Digital Workplace Experten“ aus einem Start-Up Unternehmen in Berlin: „The workplace becomes a home and the home becomes a workplace“. Vor allem die Startup-Kultur schafft es ihre Mitarbeiter wesentlich stärker an ihr Unternehmen zu binden – selbstverständlich auch indem das Büro den Charakter der eigenen vier Wände bekommt.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass vor allem Bedürfnisse und Wünsche der Unternehmen und Mitarbeiter berücksichtigt und auf eine Ebene gebracht werden müssen. Aus der Erfahrung zeigt sich, dass Familienunternehmen eine Strategie für neue Arbeitskonzepte haben und schwerpunktmäßig die Themen Agilität, Flexibilität, Produktivität und Zufriedenheit der Mitarbeiter verbessern wollen. Dabei soll stets der Mitarbeiter im Mittelpunkt stehen und der digitale Arbeitsplatz diesen bei seiner täglichen Arbeit erfolgreich und langfristig unterstützen.

Ihr Kommentar